Rezepte

Einfaches Sauerteigbrot

Endlich habe ich ein Sauerteigbrot gebacken, für dass es lediglich zweier Voraussetzungen bedarf:

  1. einen vorhandenen Sauerteig-Ansatz (Anstellgut),
  2. viel Geduld, da es insgesamt etwa 24 Stunden dauert, bis das fertige Brot in hübschen Scheiben auf dem Esstisch präsentiert werden kann.

Für eine große Familie können die Mengen ganz einfach verdoppelt werden, ich habe dieses Rezept jetzt schon mehrfach vergrößert. Die Anleitung dafür findet ihr weiter unten: Rote-Bete-Sauerteigbrot.

Ich werde euch demnächst in einem gesonderten Beitrag über meine persönliche Sauerteig-Reise berichten, bei der ich von vielen Emotionen begleitet wurde. Aber das gehört nicht hierher, denn jetzt geht es nur um ein wunderbares Brot. 

Sauerteigbrot3

Für ein Ein-Kilo-Brot wird benötigt:

Vorteig:

  • 10 g Anstellgut
  • 100 g Reismehl
  • 100 g Wasser

Quellstück:

  • 40 g Buchweizenflocken
  • 30 g Sonnenblumenkerne
  • 140 g kochendes Wasser

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Quellstück
  • 70 g Kichererbsenmehl
  • 100 g Vollkornreismehl
  • 120 g Braunhirsemehl
  • 150 g Kartoffelmehl
  • 5 g gemahlene Flohsamenschalen
  • 10 g Salz
  • 1/2 TL Kümmel
  • 250 g Wasser

Außerdem:

  • Gärkörbchen oder alternativ eine Schüssel mit einem sauberen Küchentuch auslegen
  • hitzebeständiger Topf mit Deckel (dieses Brot klappt auch super im Römertopf ohne Deckel [Werbung])

Sauerteigbrot4

So geht’s:

Für den Vorteig alle Zutaten mit einem Löffel gut untereinander rühren. Den Vorteig abgedeckt (z.B. mit einem Topfdeckel) für 12 Stunden oder über Nacht ruhen lassen. Der Teig sollte sein Volumen in dieser Zeit ungefähr verdoppelt haben.

Für das Quellstück die Buchweizenflocken und die Sonnenblumenkerne in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Etwa zwei Stunden quellen lassen.

Für den Hauptteig alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen. Dann den Vorteig, das Quellstück und nach und nach das Wasser hinzugeben. Mit den Knethaken eines Handrührers etwa fünf Minuten kneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, hat jedoch noch eine leicht klebrige Konsistenz. Mit Hilfe eines Teigspatels den Teig kugelartig formen, die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und für zwei bis drei Stunden ruhen lassen.

Über eine weitere Schüssel ein sauberes Küchentuch legen, dieses mit Mehl bestäuben (oder ein mit Mehl bestäubtes Gärkörbchen verwenden). Die Teigkugel vorsichtig auf das Küchentuch in die Schüssel stürzen, das Küchentuch locker über den Teigling legen. Weitere 2 bis 3 Stunden ruhen lassen. Das Volumen sollte sich in etwa verdoppelt haben.

Den Backofen auf 240 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen; dabei wird zeitgleich der hitzebeständige Topf mit vorgeheizt, der Deckel wird leicht versetzt aufgelegt, sodass im Topfinneren eine Luftzirkulation möglich ist.

Sauerteigbrot5

Den Teigling auf ein Stück Backpapier stürzen, dann vorsichtig in den heißen Topf setzen. ACHTUNG! VERBRENNUNGSGEFAHR! Das Brot einschneiden, den Deckel auflegen, dann wie folgt backen:

  • 240 Grad: 20 Minuten mit Deckel
  • 210 Grad: 20 Minuten mit Deckel
  • 210 Grad: 20 Minuten ohne Deckel

Der Topfdeckel darf zwischendurch nicht entfernt werden, auch wenn die Neugier überwiegt! Die Backzeit ohne Deckel kann von den individuellen Gegebenheiten des Backofens abhängen, hier hilft eine Stäbchenprobe (keine Krümel) und eine Fingerprobe (bei leichtem Druck gibt die Brotkruste nicht nach; VORSICHT! DAS BROT IST HEISS!).

Das Brot vor dem ersten Anschnitt komplett auskühlen lassen!

Sauerteigbrot7

Rote-Bete-Sauerteigbrot

Rote-Bete-Brot1

Für ein Zwei-Kilo-Brot wird benötigt:

Vorteig:

  • 20 g Anstellgut
  • 200 g Reismehl
  • 200 g Wasser

Quellstück:

  • 80 g glutenfreie Flocken
  • 60 g Sonnenblumenkerne
  • 280 g kochendes Wasser

Hauptteig:

  • Vorteig
  • Quellstück
  • 880 g glutenfreie Mehle
  • 10  g gemahlene Flohsamenschalen
  • 20 g Salz
  • 1 TL Kümmel
  • 150 g Rote-Bete-Saft
  • 350 g Wasser

Rote-Bete-Brot3

So geht’s:

Für den Vorteig alle Zutaten mit einem Löffel gut untereinander rühren. Den Vorteig abgedeckt (z.B. mit einem Topfdeckel) für 12 Stunden oder über Nacht ruhen lassen. Der Teig sollte sein Volumen in dieser Zeit ungefähr verdoppelt haben.

Für das Quellstück die Flocken und die Sonnenblumenkerne in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Etwa zwei Stunden quellen lassen.

Für den Hauptteig alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen. Dann den Vorteig, das Quellstück und nach und nach das Wasser hinzugeben. Mit den Knethaken eines Handrührers etwa fünf Minuten kneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, hat jedoch noch eine leicht klebrige Konsistenz. Mit Hilfe eines Teigspatels den Teig kugelartig formen, die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und für zwei bis drei Stunden ruhen lassen.

Über eine weitere Schüssel ein sauberes Küchentuch legen, dieses mit Mehl bestäuben (oder ein mit Mehl bestäubtes Gärkörbchen verwenden). Die Teigkugel vorsichtig auf das Küchentuch in die Schüssel stürzen, das Küchentuch locker über den Teigling legen. Weitere 2 bis 3 Stunden ruhen lassen. Das Volumen sollte sich in etwa verdoppelt haben.

Wird im Römertopf gebacken, muss dieser zunächst für etwa eine halbe Stunde gewässert werden: dazu wird dieser im Spülbecken komplett mit kaltem Wasser bedeckt. Anschließend von innen trocken tupfen und einfetten. Dann den Teigling einfüllen und die Oberfläche mit Wasser benetzen.

Den Römertopf in den kalten Backofen stellen, dann bei 240 Grad (Umluft) für 20 Minuten backen.Die Brotoberfläche nochmals gut befeuchten. Anschließend die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Vor dem ersten Anschnitt gut auskühlen lassen.

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