Rezepte

Tuffi und die Schwebebahn – Ausstechkekse

[Ein klitzekleines bisschen Kommunalgeschichte]
Heute gibt es Kekse aus meiner Heimatstadt Wuppertal. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine bestimmte Teigzusammensetzung, sondern um sehr besondere Keksformen.

Wieso aber genau diese Keksausstecher? Und wieso erkennt jedes Wuppertaler Kind sofort, was es damit auf sich hat?

Die Schwebebahn

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Wer bei dem Zug genau hinsieht, merkt dass er nicht auf zwei Gleisen fährt, sondern an einem hängt: die Wuppertaler Schwebebahn ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, da sie in ihrer Art einmalig ist.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wird in den damaligen Wupper-Städten Barmen und Elberfeld (heutige Stadtteile von Wuppertal) die Notwendigkeit eines zusätzlichen Verkehrsmittel erkannt. Bedingt durch die beengten und teilweise verbauten Verhältnisse am langgestreckten Tal der Wupper wird aus der Überlegung, eine Beförderungsmöglichkeit auf bzw. über den Fluss zu bauen, Realität.

Seit 1901, dem Jahr der Betriebseröffnung, ist die Schwebebahn DAS Wahrzeichen unserer Stadt und zählt nach wie vor zu den sichersten Beförderungsmitteln weltweit. Täglich transportiert sie Tausende Wuppertaler auf ihrem Weg zu Arbeit, Schule, Uni oder Einkauf. Eine Fahrt mit der Schwebebahn ist für jeden Wuppertal-Besucher ein Muss, präsentiert sich unsere Stadt hier doch quasi durch die Hintertür!

Der Elefant

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Im Sommer 1950 gastiert der Zirkus Althoff in Wuppertal. Um dies bekannt zu machen, entschließt sich der Zirkusdirektor für eine Werbeaktion der besonderen Art. Ein kleiner Elefant soll eine Fahrt mit der Schwebebahn machen und so die Werbetrommel rühren!

Unter Begleitung mehrerer Pressevertreter betritt der Direktor mit der kleinen Elefantin Tuffi ein bereits überfülltes Abteil der Schwebebahn. Diese fährt los, doch bereits nach zwei Minuten Fahrt gerät der kleine Elefant in Panik, durchbricht die Wand und stürzt in die zehn Meter tiefer gelegene Wupper. Wie durch ein Wunder holt sich Tuffi lediglich ein paar Schrammen und überlebt den Sturz somit nahezu unverletzt.

Die Panik überträgt sich auf alle Anwesenden, der Zirkusdirektor will seinem kleinen Elefanten hinterher springen, wird aber von seinem ebenfalls anwesenden Sohn davon abgehalten. Und obwohl zahlreiche Journalisten (mit Kameras) anwesend sind, existiert kein einziges Foto von diesem Ereignis. Tuffi hat sich jedoch regelrecht in die Herzen der Wuppertaler gestürzt!

Die Kekse und das Rezept

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Diese klassischen, an sich sehr einfachen, Ausstechkekse können ganz einfach auch eifrei, laktosefrei oder vegan hergestellt werden: die Butter einfach durch eine laktosefreie, pflanzliche Margarine ersetzen, das Ei durch Sojamehl oder Ei-Ersatz (nach Herstellerangabe mit entsprechender Wasserzugabe) austauschen.

Für 20 bis 30 Stück:

150 g helles GF-Mehl (z.B. Heller Mehlmix)

1 TL Flohsamenschalen (z.B. FiberHUSK)

80 g kalte Butter (oder Pflanzen-Margarine)

80 g Rohrohrzucker

1 Pr. Salz

1 Ei (oder entsprechender Ei-Ersatz)

Puderzucker

Zitronensaft

Wasser

Lebensmittelfarbe

So geht’s:

Für die eifreie bzw. vegane Variante den Ei-Ersatz nach Herstellerangabe anrühren.

Alle Zutaten zügig zu einem Teig verkneten und zu einer Kugel formen. In Folie gepackt etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben und den Teig ca. 3 mm dick ausrollen. Kekse ausstechen und auf ein Backblech legen.

Bei 160 Grad (Umluft) ca. 10 bis 12 min. backen.

Auskühlen lassen. Aus Puderzucker, Zitronensaft und Wasser einen Zuckerguss herstellen, entsprechende Mengen einfärben und die Kekse bemalen.

Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um Produktwerbung, ich habe die Keksausstecher mit meinem eigenen Geld käuflich erworben und keinerlei Gegenleistung für diesen Beitrag erhalten.

Die Keksausstecher sind eine Idee der Wuppertal Marketing GmbH.

Weiterführende Informationen zur Schwebebahn auf der gleichnamigen Seite der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

 

4 Gedanken zu „Tuffi und die Schwebebahn – Ausstechkekse“

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