Rezepte

Mangbrot, glutenfreie Annäherung

Denjenigen unter euch, liebe Leser, die aus dem Bergischen oder dem Rheinland kommen, muss ich nichts zum Mangbrot sagen. Allen anderen möchte ich eins meiner Lieblingsbrote näher bringen.

Eigentlich ist es unmöglich, ein Mangbrot glutenfrei herzustellen, da es sich hierbei um ein Mischbrot aus Roggen- und Weizenmehl handelt, welches unter Zugabe von Sauerteig, Hefe und Wasser gebacken wird. Es wird meistens in Kastenform gebacken und erhält dadurch seine typische ausgebackene Kruste an der Oberfläche, die (vor dem Backen) mit kleinen Löchern versehen wird.

Neulich habe ich gelesen, dass das Mangbrot als „vom Aussterben bedroht“ gilt. Das kann doch nicht euer Ernst sein? Ich versuche hiermit zumindest die glutenfreie Variante zu retten.

Was ich besonders an diesem Brot mag, ist neben seiner typischen schweren Krume und der ausgebackenen Kruste sein fein-karamelliger Geschmack. Dieser rührt wahrscheinlich daher, dass die mir bekannten glutenhaltigen Varianten mit (Gersten-)Malzextrakt gebacken waren. Diesen habe ich kurzerhand durch Kokosblütensirup ersetzt, der – wie ich finde – eine gute Annäherung bildet.

Des weiteren freue ich mich über den praktischen Nutzen dieses Brotes: alle Scheiben sind gleich groß und da sie eckig sind, können wunderbare Schulbrote damit geschmiert werden. (Sowas können auch nur Eltern nachfühlen, oder?)

mangbrot2.jpg

Das wird benötigt:

100 ml Wasser

1 P. Hefe

1 TL Reissirup

150 g Kartoffelmehl

100 g Buchweizenmehl

100 g Vollkornreismehl

100 g Teffmehl

50 g Braunhirsemehl

50 g Tapiokastärke

2 geh. TL Salz

10 g gem. Flohsamenschalen (z.B. von FiberHUSK)

1 P. Quinoa-Sauerteigextrakt

1 EL Kokosblütensirup

300 ml Wasser

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So geht’s:

In eine Rührschüssel Wasser, Hefe und Reissirup geben. So lange stehen lassen, bis sich die Hefe aufgelöst hat.

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Alle trockenen Zutaten mischen und mit dem Kokosblütensirup und dem Wasser zu dem Hefeansatz geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten.

Diesen in eine gefettete Kastenform geben und abgedeckt 1 bis 1,5 Stunden ruhen lassen.

Die Oberfläche mit Öl bestreichen und mit dem Finger kleine Löcher hineindrücken.

Eine feuerfeste Form mit Wasser füllen und auf den Boden des Ofens stellen.

Das Brot bei Ober-/Unterhitze wie folgt backen:

bei 220 Grad für 20 min.

bei 200 Grad für 50 min.

Anschließend gut auskühlen lassen. Das Brot lässt sich evtl. besser auf der Seite liegend schneiden.

 

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6 Gedanken zu „Mangbrot, glutenfreie Annäherung“

  1. Ohje, das ist aber sehr schade, ich wusste nichts vom Aussterben des Mangbrotes, gerade die Mischbrote mag ich gerne, sie sind oft verträglicher. Liebe Stephanie, völlig recht hast Du, ich kenne das auch mit den Brotdosen. 🤓 Schön eckige Scheiben lassen im Döschen keine Lücke frei! 😅
    Lieben Gruß, Gaby 🍁🎃

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    1. 😀 😀 Mir war auch nicht bewusst, dass es so kritisch um das Mangbrot aussieht, aber ich habe aus naheliegenden Gründen schon länger keines mehr gekauft. Ich kann es nicht so recht glauben und werde deshalb demnächst mal die umliegenden Bäckereien zu statistischen Zwecken abklappern. LG an dich zurück ❤

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  2. Verkäuferinnen können so etwas nachempfinden. Meine Kunden wollen auch oft kleine Möhrchen, damit die in die Brotdose passen. 😉 Hast du eigentlich schon mal über ein eigenes Backbuch oder E-Book nachgedacht? Du hast doch mittlerweile so viele schöne Rezepte zusammen. Mang Brot kenne ich nicht aber allein – mit Buchweizen, klingt schon ziemlich lecker würzig. Liebe Grüße… Nochmal. 🙂

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    1. 😀 😀 Ich mag ja viel lieber dicke Möhren, die schneid ich dann halt durch. Aber es stimmt schon, ich fürchte, ich bin übermäßig praktisch veranlagt…
      Nein, an ein Buch habe ich tatsächlich noch nicht gedacht. Ich denke, dass liegt daran, dass ich ja an der Quelle, sprich Buchhandlung, arbeite. Ich glaub, so weit bin ich noch nicht. 😀 😀

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